Ein frischer Gerstensaft, gibt Herzensmut und Muskelkraft
Meine Brauerei  :  Brauanlage 50 Liter  :  Beschreibung

Beschreibung

Meine grosse Brauanlage basiert auf dem Kesselmaischverfahren. Der Maischeprozess (Temperaturführung und Rührwerk) wird durch einen Computer gesteuert, was den Vorteil hat, dass die Temparaturführung sehr genau eingehalten werden kann. Seit dem Einsatz des Automatischen Rührwerks habe ich zudem die Garantie, dass nichts anbrennt und eine massive steigerung der Sudausbeute erreicht werden kann. Bei der Computersteuerung, dem automatisierten Hockerkocher, der Maischepfanne und dem Rührwerk handelt es sich um Eigenbauteile, welche ich teilweise durch unterstützung von Kumpels realisieren konnte. Besonders stolz bin ich auf das Edelstahl-Rührwerk, welches aus zwei verstellbaren Rotorblätter Paaren besteht und den Maischeprozess durch programierbare ein- und ausschaltzeiten enorm erleichtern - das händische Rühren fällt komplett weg - ein anbrennen ist unmöglich!

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Durch den Einsatz einer integrierten Läuterhexe im Maischebottich kann auf den Läuterbottich verzichtet werden, was sich insbesondere bei der Reinigung bemerkbar macht. Somit kann das Maischen und das Läutern im selben Gefäss stattfinden. Die Würze wird in einer 70 Liter Edestahlpfanne auf dem zweiten Hockerkocher gekocht. Damit der Kochvorgang zügig vorangeht, setze ich zusätzlich einen 2 KW Tauchsieder ein. Für die Kühlung setze ich einen Wärmetauscher (Plattenkühler 30 Platten) und eine Würzepumpe ein, mit dieser Methode kann ich 50 Liter kochende Würze innerhalb von 10 Minuten auf 20 °C runterkühlen.

Vorteile:
- einfaches Brauverfahren
- kein Anbrennen der Maische
- automatisierter Brauverlauf (mehr Zeit für anderes)
- grosse Ausstossmenge (bis zu 50 Liter)
- sehr gute Sudausbeute

 

Nachteile:
- kann nur im Aussenbereich eingesetzt werden
- grosser Aufwand bei Auf- und Abbau (ca.1 Stunde)
- grosser Reinigungs Aufwand

 

Mein persönliches Fazit:
Das Brauen mit meiner grossen Brauanlage macht mir am meisten Spass. Der Heimbrauer ist oftmals auch ein Techniker, der seine Anlage dauernd optimiert und ausbaut, das macht auch mir unheimlich Spass. Da ich die Anlage bedingt durch die Gasfeuerung nur im Freien einsetzen kann, muss ich mich auf Grund der Aussentemperatur auf den Frühling, Sommer und Herbst beschränken. Eine rollende Temperaturführung kann ich bei unter 10°C Aussentemperatur nicht mehr erreichen. Zum Glück sinkt die Biernachfrage in den Wintermonaten deutlich und ich kann den Bedarf mit dem Braumeister in der warmen Wohnung abdecken. Zuschauer sind bei den Brautagen immer herzlich willkommen - selbstverständlich steht auch selbstgebrautes zur Degustation bereit!