Wir trinken auf's Leben, das Bier wird uns pflegen
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über mich

Vorgeschichte

Das Interesse zum Bierbrauen wurde im Jahr 2010 im Rahmen eines Bierbrauseminares, welches ich mit meinem Vater im Tramdepot Bern besucht habe, geweckt. In einer kleinen Gruppe haben wir damals mit den beiden Referenten Freddy Haldemann & Christian Stoiber ein Märzen Bier gebraut, welches wir anschliessend gemeinsam verkostet haben. Das naturtrübe Bier schmeckte um ein vielfaches besser als die handelsüblichen "Industrie Biere". Seit diesem genialen Brauseminar, welches ich jedem Bierliebhaber wärmstens empfehlen kann, ist die Lust auf "das eigene Bier" gestiegen.

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Vorerst kaufte ich mir diverse Bücher, mit welchen ich mich in die Thematik des Brauens vertiefen konnte. Die Heimbrau-Bibel "Gutes Bier selbst brauen" von Hubert Hanghofer (ISBN-10: 3835409840) durfte dabei natürlich nicht fehlen. Schritt für Schritt begann ich meine kleine Brauerei aufzubauen, von Pfannen und Töpfen, über Steuerung und Gasbrenner. Der Platzbedarf für mein Brauequipment wurde grösser und der Tag meines ersten Sudes rückte immer näher.

Der erste Sud

Das Erstellen des ersten Sudes verzögerte sich einige Jahre und im Frühjahr 2014 setzte ich mir das Ziel, den ersten Sud noch im gleichen Jahr anzusetzen. Die noch fehlenden Komponenten und Messinstrumente wurden bei einem Besuch des Brau- und Rauchshops in 5624 Bünzen eingekauft und komplettiert. Ebenfalls stiess ich auf die automatisierte Brauanlage "Braumeister" von Speidel, mit welcher man auf einfache Weise in der Küche sein eigenes Bier brauen kann. Der hohe Preis dieses Gerätes hielt mich vorerst jedoch vom kauf ab. Im Winter 2014 fand ich jedoch ein Occasion "Braumeister 20 Liter", welcher ich mir auch gleich kaufte. Nun steht dem Heimbrauen nichts mehr im Wege und ich kann endlich damit beginnen.

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Der erste Sud, das "Weihenstefan Hefeweizenhier" braute ich schliesslich am Nicklaustag, 06. Dezember 2014 auf dem "Braumeister 20 Liter". Nach der Hauptgärung, dem Karbonisieren und der Reifung konnte ich mein erstes selbstgebrautes Bier an Heiligabend, 24.Dezember 2014 ausschenken. Trotz gewissen Schwierigkeiten und Unsicherheiten im Brauprozess meinerseits, schmeckte das erste Bier wirklich toll. Die Gäste und Verkoster des ersten Sudes waren auch positiv überrascht.

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Die Begeisterung wurde durch das erste selbstgebraute vervielfacht - in den Wintermonaten wird unsere Küche im zweiwochentakt in eine Heimbrauerei verwandelt. Insgesamt braute ich in den kalten Wintertagen sechs verschiedene Biere in acht verschiedenen Suden - alles mit dem Braumeister 20 Liter von Speidel.

Der Frühling kommt

Die warmen Frühlingstage kommen und es wird Zeit meine grosse Brauanlge in Betrieb zu nehmen. Die Anlage, welche beinahe fünf Jahre im Keller eingelagert war, kann endlich in Betrieb genommen werden. Beim Zusammenstellen der Anlage und den ersten Testläufen mit Wasser kamen noch einige Mängel zum Vorschein, welche jedoch schnell behoben wurden. Im Mai 2015 braute ich erfolgreich mein erstes Pale Ale unter freiem Himmel. Die Ausstossmenge und die Sudausbeute war beachtlich und schnell stellte ich fest, dass die Unterschiede der beiden Brauanlagen grösser sind als erwartet. Die angepeilte Stammwürze konnte erst nach dem dritten Sud annähernd erreicht werden. Der Reinigungsaufwand der Anlage, insbesondere die Reinigung des Läuterbottichs, war sehr gross, deshalb ersetzte ich ihn ab Mitte Jahr mit einer Läuterhexe, welche ich im Maischebottich integriert ist. Hie und da wird optimiert und gebastelt - denn ein Heimbierbrauer ist zugleich auch ein Bastler und Düftler.

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Mein Fazit

Das Bierbrauen gehört zu einem festen Bestandteil meiner Freizeitgestaltung und ich möchte es um keinen Preis missen. Fast genau so konnte sich meine Frau und meine zwei Töchter für das Bierbrauen begeistern. Wenn ich Samstag Morgens in der Früh die Maischepfanne aufheize, möchten meine Töchter am liebsten von Begin an mit dabei sein. Die Kunst aus Wasser, Malz, Hopfen und Hefe das Bier nach eigenen Wünschen zu brauen ist sehr interessant und abwechslungsreich. Im Vergleich zu erfahrenen Heimbrauer bin ich mit meinen 13 Suden erst ein Lehrling in den ersten Wochen - ich kann also noch sehr viel dazulernen. Der Ausbau der Brauanlage, das Tüfteln und optimieren gehören genau so zum Heimbrauer wie der Brauprozess selbst. Als Informatiker brauche ich dringend eine manuelle Betätigung, bei welcher ich am Schluss das Resultat in den Händen halten kann - resp. im Gaumen schmecken kann.

Ich freue mich bereits auf den nächsten Sud und hoffe das ich meiner Begeisterung etwas Ausdruck verleihen konnte.

ALLZEIT GUT SUD!

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